In der Bekleidungsproduktion bestehen Etiketten nicht aus einer einzelnen Komponente, sondern aus einem klar strukturierten Kennzeichnungssystem. Gewebte Etiketten bilden dabei das Fundament und werden durch Patch Labels, Größenetiketten, „Made in“-Etiketten sowie Pflegeetiketten ergänzt. Jede dieser Etikettenarten erfüllt eine eigene funktionale und markenstrategische Aufgabe.
Dieser Beitrag beleuchtet gewebte Etiketten und ihre wichtigsten Varianten und zeigt, wie sie gemeinsam in der modernen Mode- und Textilindustrie eingesetzt werden.

Gewebte Etiketten: Das Fundament der Markenidentität
Gewebte Etiketten werden auf speziellen Webmaschinen hergestellt, bei denen Schriftzüge und Logos direkt in die textile Struktur eingewebt werden. Dadurch entstehen besonders langlebige Etiketten mit hoher Detailgenauigkeit.
Sie werden hauptsächlich eingesetzt als:
Hauptmarkenetiketten (z. B. Nackenetiketten)
Identitätsetiketten im Inneren von Kleidungsstücken
Sichtbare Branding-Elemente bei ausgewählten Designs
Durch ihre Haltbarkeit und hochwertige Haptik beeinflussen sie maßgeblich die Qualitätswahrnehmung eines Produkts. Dieser Zusammenhang wird detailliert in Wie Gewebte Etiketten die Qualität Ihrer Marke widerspiegeln erläutert.

Patch Labels: Sichtbares Branding mit Charakter
Patch Labels sind gewebte oder gestickte Etiketten, die bewusst außen am Produkt angebracht werden. Sie kommen häufig zum Einsatz bei:
Jacken und Outerwear
Denim-Produkten
Caps, Taschen und Accessoires
Im Vergleich zu klassischen gewebten Etiketten sind Patch Labels meist größer, robuster und dekorativer. Sie eignen sich ideal, um Markenwerte visuell hervorzuheben und Storytelling zu unterstützen – ein Aspekt, der auch in Die Kunst des Geschichtenerzählens durch Produktetiketten eine zentrale Rolle spielt.
Größenetiketten: Funktionale Klarheit für Kunden
Größenetiketten sind essenziell für Nutzerfreundlichkeit und internationale Vermarktung. Auch wenn sie oft schlicht erscheinen, haben sie großen Einfluss auf Kundenzufriedenheit und Retourenquoten.
Übliche Varianten sind:
Gewebte Größenetiketten für Langlebigkeit und Konsistenz
Gedruckte Größenetiketten für leichte oder minimalistische Produkte
Gerade im internationalen Handel ist eine normgerechte Kennzeichnung entscheidend. Mehr dazu finden Sie in Eine Anleitung zu Standardgrößenetiketten auf globalen Märkten.
„Made in“-Etiketten: Herkunft als Vertrauensfaktor
„Made in“-Etiketten geben Auskunft über das Herstellungsland eines Produkts. Sie erfüllen nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern wirken auch als starkes Vertrauens- und Qualitätsmerkmal.
Viele Marken setzen hier bewusst auf gewebte Etiketten, um Beständigkeit und Seriosität zu vermitteln. Warum Herkunftsangaben weiterhin relevant sind, erklärt Warum „Made in [Land]“-Etiketten für Verbraucher weiterhin wichtig sind.

Pflegeetiketten und Informationsetiketten
Während gewebte Etiketten primär dem Branding dienen, liefern Pflegeetiketten gesetzlich vorgeschriebene Informationen wie:
Wasch- und Pflegehinweise
Materialzusammensetzung
Sicherheitshinweise
Diese Etiketten sind unverzichtbar für die Produktkonformität. Ihre Bedeutung wird ausführlich in Was sind Pflegeetiketten und warum sind sie gesetzlich vorgeschrieben? behandelt.
Das Zusammenspiel verschiedener Etikettenarten
Professionell gekennzeichnete Kleidungsstücke nutzen selten nur eine einzige Etikettenart. Stattdessen kombinieren Marken gezielt:
Gewebte Markenetiketten
Patch Labels für visuelle Wirkung
Größenetiketten für Orientierung
„Made in“-Etiketten für Transparenz
Pflegeetiketten für rechtliche Sicherheit
Die richtige Auswahl und Kombination ist Teil einer umfassenden Markenstrategie, wie sie in Wie wählt man den richtigen Etikettentyp für seine Modemarke aus? beschrieben wird.
Fazit
Gewebte Etiketten sind das Herzstück professioneller Bekleidungskennzeichnung. Ihr voller Wert entfaltet sich jedoch erst im Zusammenspiel mit Patch Labels, Größenetiketten und Herkunftsangaben. Gemeinsam schaffen sie ein konsistentes, vertrauenswürdiges und markenstarkes Gesamtbild.
Für Modemarken, die Qualität, Transparenz und Wiedererkennbarkeit in den Fokus stellen, ist ein durchdachtes Etikettensystem kein Detail – sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor.
